Seit dem 01.03.2026 führt Meline Mazinjan Startklar Soziale Arbeit Niederbayern als neue Geschäftsführerin. Sie folgt auf Barbara Bruckmeier, die sich in den Ruhestand verabschiedet hat. Mit dem Eintritt von Meline Mazinjan beginnt für uns ein neues Kapitel, das auf bewährten Werten und Erfahrungen aufbaut.
Carina Marko, HR Startklar Niederbayern, bat sie zu einem Gespräch über ihre ersten Wochen bei uns, ihre Motivation und ihre Ziele für die Zukunft von Startklar Niederbayern.
Was ist an deiner neuen Rolle anders als an bisherigen beruflichen Stationen?
Die grundsätzliche Führungsaufgabe innerhalb meiner neuen Rolle ist mir vertraut. Die Unterschiede liegen vor allem in den strukturellen und länderspezifischen Besonderheiten des deutschen Systems, da ich die vergangenen 14 Jahre meiner beruflichen Laufbahn in Österreich tätig war. Die soziale Landschaft ist politisch und rechtlich etwas anders organisiert.
Was macht Startklar aus deiner Sicht besonders?
An Startklar gefallen mir insbesondere zwei Aspekte. Zum einen die Tatsache, dass es ein mittelgroßer Träger ist, wodurch man vielseitige Entwicklungsmöglichkeiten hat, und sich zugleich Einblicke der Führungsebenen in die verschiedenen Bereiche nicht verlieren. Das schafft zwischenmenschlich eine tolle Atmosphäre und ein angenehmes, nahbares Zusammenwirken ähnlich wie in einem Familienbetrieb.
Zum anderen aber spricht mich vor allem die fachliche Haltung von Startklar an. Der Leitsatz und die Leitbilder, für die Startklar steht, folgen einer wertschätzenden Grundhaltung. Sie sind für die Soziale Arbeit wertvoll, zukunftsgerecht und nachhaltig. Diese Wirkung erreicht Startklar nachweislich gut, was den Träger für mich besonders macht.
Welche Eindrücke hast du bisher von den Mitarbeiter*innen gewonnen?
Von den Mitarbeiter*innen bin ich wirklich begeistert. In meinen ersten Monaten durfte ich viele von ihnen engagiert und vor allem persönlich kennenlernen. Schon früh fiel mir auf, dass sie ihre Tätigkeit nicht einfach nur als „Job“ sehen, sondern sowohl mit den Klient*innen als auch mit Startklar stark verbunden sind. Besonders beeindruckte mich, dass einige Mitarbeiter*innen ihren Weg bei Startklar während ihres Studiums als Praktikant*innen begonnen haben, später Mitarbeiter*innen bei uns wurden und sich bis hin zu Leitungskräften oder Stabstellen weiterentwickelt haben. Das zeigt für mich die Verbundenheit mit dem Träger und spricht für die Entwicklungsmöglichkeiten bei Startklar.
Was dürfen Mitarbeiter*innen von dir erwarten? Und was wünschst du dir umgekehrt von deinem Team?
Mitarbeiter*innen können von mir ein offenes Ohr, Wertschätzung und Verständnis erwarten. Wir arbeiten in einem sehr dynamischen Feld, wo kein Tag dem anderen gleicht und die Arbeitsbedingungen auch den Mitarbeiter*innen gerecht werden müssen. Unsere Mitarbeiter*innen haben berechtigte Bedürfnisse, die berücksichtigt werden müssen. Ein wichtiges Ziel von mir ist, familienfreundliche Arbeitsbedingungen zu schaffen, die Arbeit und Privatleben gut vereinbar werden lassen. Dafür wünsche ich mir auch seitens meiner Mitarbeiter*innen Offenheit zu ihren Sichtweisen, ein rücksichtsvolles Miteinander und Mut für unkonventionelle Ideen.
Wie schaltest du nach intensiven Arbeitstagen ab? Gibt es ein Hobby oder einen Ausgleich, der dir besonders wichtig ist?
Zum „Abschalten“ hilft mir vor allem mein großer aktiver Hund sehr. Da ich ein sehr naturverbundener Mensch bin, geben mir Spaziergänge mit ihm durch den Wald oder entlang von Flüssen und Feldern sehr viel Erholung. Wenn es mal länger intensive Phasen gibt, buche ich mir gerne einen Tauchurlaub am Meer, da ich leidenschaftliche Sporttaucherin bin. Unter Wasser arbeiten die Sinne eines Menschen ganz anders und man ist hochkonzentriert auf das Wesentlichen. Es ist eine ganz andere Welt für den Menschen, in der man Sorgen und Stress völlig vergessen kann.
Gibt es Bereiche oder Ideen, die du gern weiterentwickeln oder neu anstoßen möchtest? Worauf möchtest du fachlich in Zukunft besonderen Fokus legen?
Ganz im Sinne der sozialräumlichen Arbeit möchte ich unseren Fokus bei Startklar Niederbayern weg von der Symptombekämpfung hin zur Ursachenbehandlung lenken, d.h. ich würde gerne neue Angebotsformen schaffen, die Eltern und Familien möglichst frühzeitig unterstützen. Damit ermöglichen wir ihnen, die Herausforderungen ihres Lebens aus eigener Kraft zu meistern und können so zukünftig die ein oder andere Fremdunterbringung von Kindern und Jugendlichen verhindern. Ich bin eine große Vertreterin von präventiven Maßnahmen, die in erster Linie bei den betroffenen Erwachsenen ansetzen müssen, um Kindern und Jugendlichen ein sicheres und gesundes Aufwachsen ermöglichen zu können.