Die Maria-Ward-Realschule St. Zeno in Bad Reichenhall setzt ein klares Zeichen für Prävention, Transparenz und gemeinschaftliche Verantwortung: Seit diesem Schuljahr verfügt sie über ein umfassendes Schutzkonzept zum Schutz vor Machtmissbrauch. Entwickelt wurde es im vergangenen Schuljahr in enger Zusammenarbeit zwischen Schulleitung, Jugendsozialarbeit (JaS) und dem Kollegium – ein Prozess, der auf Dialog, Reflexion und dem gemeinsamen Wunsch basiert, allen Schüler*innen einen sicheren Lern- und Lebensraum zu bieten.
Ein zentraler Bestandteil des neuen Schutzkonzepts ist der gemeinsam erarbeitete Verhaltenskodex. Lehrkräfte haben sich intensiv mit Fragen professioneller Nähe und Distanz beschäftigt, Verhaltensgrundsätze definiert und klare Orientierungshilfen formuliert. Dieser Kodex schafft Sicherheit für alle Beteiligten und dient als verbindliche Grundlage für verantwortungsvolles pädagogisches Handeln.
Bereits durchgeführt wurde außerdem eine erste Risikoanalyse, an der Schüler*innen aktiv beteiligt waren. Dabei wurden mögliche Gefährdungssituationen, Unsicherheiten und strukturelle Schwachstellen erfasst und ausgewertet. Die Ergebnisse fließen direkt in die Weiterentwicklung des Schutzkonzeptes ein.
Da Schutzkonzepte immer lebendige Prozesse sind und regelmäßig überprüft werden müssen, steht auch in diesem Schuljahr eine weitere Risikoanalyse an. Diesmal werden neben den Lehrkräften auch Eltern sowie Schüler*innen eingebunden. So entsteht ein ganzheitliches Bild, das unterschiedliche Perspektiven berücksichtigt und eine kontinuierliche Verbesserung ermöglicht.
Das Schutzkonzept ist mehr als ein Dokument – es ist ein Versprechen, Verantwortung zu übernehmen, hinzuschauen und gemeinsam für ein respektvolles und sicheres Miteinander einzustehen. Für interessierte Personen hier ein Link zum Schutzkonzept der Maria-Ward Realschule St. Zeno Bad Reichenhall.
Stefanie Eschig, JaS-Fachkraft, Startklar Soziale Arbeit Oberbayern