Wir gehen hin, wenn andere wegschauen...

Das besondere Potential von Streetwork sehen wir in erster Linie darin, dass uns die aufsuchende Arbeit ermöglicht, Jugendliche in ihrer Lebenswelt anzutreffen und mit Ihnen institutionsunabhängig in Kontakt zu treten. Auf diesem Weg erhoffen wir uns, gerade auch Jugendliche anzutreffen, die aus welchen Gründen auch immer, bisher noch keine anderen Angebote nutzen und dennoch evtl. Unterstützungs- oder einfach nur Gesprächsbedarf haben.
In ihrem Umfeld ist es für die Jugendlichen vermutlich leichter, Dinge zu thematisieren, die ihnen wirklich wichtig sind. Somit sind die Jugendlichen selbst die Themengeber und werden von uns darin unterstützt bei Fragen und Schwierigkeiten eigene Lösungen zu entwickeln.
Grundlegend bei Streetwork ist eine akzeptierende Haltung den Jugendlichen gegenüber, d.h. wir bewerten nicht, welche Themen oder Haltungen die Jugendlichen uns gegenüber ansprechen bzw. einnehmen und agieren nicht als verlängerter Arm von Polizei oder Ordnungsamt. Gleichwohl blenden wir Risiken und Gefahren nicht aus, sondern versuchen die Jugendlichen dabei zu unterstützen, sich damit konstruktiv auseinanderzusetzen. 

Die Arbeitszeiten von Streetwork sind von unterschiedlichen Faktoren wie Abläufen und Gewohnheiten der Jugendlichen sowie Witterungsbedingungen beeinflusst. So treffen wir beispielsweise bei kaltem und nassem Wetter wenig Jugendliche im Freien an. Kontaktmöglichkeiten bieten sich dann eher im JUZ oder an geschützten und überdachten Plätzen.
Darüber hinaus bietet die aufsuchende Arbeit viele Möglichkeiten für eigenverantwortliches Arbeiten und kreative Unterstützungsangebote. Besonders spannend an dem Arbeitsfeld ist, dass wir durch viele Begegnungen und Gespräche Einblicke in die Lebenswelt der Jugendlichen erhalten. 

Karin Wallner, Anna Huber
Jonathan Soziale Arbeit

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