Sozialraumorientierung als relationale Praxis

Fortbildungen 2026

Sozialraumorientierung als relationale Praxis

Netzwerke, sozialen Zusammenhalt und Gemeinschaft stärken

16./17. April 2026 (Gruppe 1) | 9 16 Uhr

Inhalt:

Von Beginn an strebte die Sozialraumorientierung mit dem Prinzip Gemeinwesenarbeit an, Einzelfallarbeit für die Stadtteilarbeit zu öffnen. Ziel war es, Leistungen nicht als isolierte Hilfen zu gestalten, sondern die Nachbarn, Freunde und andere Mitglieder der Gemeinschaft einzubeziehen, um gegenseitige Hilfe und inklusive Effekte zu ermöglichen. Gleichzeitig entwickelte sich der Trend zu einer wirkungsorientierten Praxis, die den Fokus auf die Definition und Umsetzung von möglichst smarten Veränderungszielen legte. Diese Kombination von zivilgesellschaftlicher Aktivierung und betriebswirtschaftlicher Effizienz zwar von Kämmerern und Sozialpolitikern geliebt, hat aber auch den verbindenden, community-orientierten Aspekt der Sozialraumorientierung mitunter in den Hintergrund gedrängt.

Relationale Sozialraumorientierung setzt sich dafür ein, die Bedeutung von Beziehungen und sozialen Verbindungen zu betonen und zwar unabhängig von Veränderungszielen, da sie wesentlichen Einfluss auf das Wohlergehen der Menschen und die Gesellschaft haben.

Viele Personen lassen sich zur Vertrauensprobe nach hinten fallen.

In der Fortbildung werden wir uns damit auseinandersetzen, wie unser professionelles Denken und Arbeiten Beziehungen, Netzwerke und Gemeinschaft in dem Mittelpunkt stellen kann – eine für eine „Beziehungsprofession“, sollte man meinen, selbstverständliche Sache, die allerdings in einer wirtschaftlich und wirkungsorientiert geprägten Umwelt doch nicht so leicht ist, zumal auch unser humanistisches Adressatenbild eher von Individuum und dessen individuellem Willen ausgeht.

Wir werden die Rolle der Sozialarbeitenden als relational orientierte Denker*innen, Begleiter- und Entdecker*innen, als Netzwerkmoderator*innen, als Versammler*innen neu betrachten. Wir werden uns mit einem Adressatenbild beschäftigen, das weit über das Individuum hinausgeht. Wir werden über das Verändern und Verbessern der sog. „Hilfe zur Selbsthilfe hinausblicken und erforschen wie eine „Hilfe zur Wir-Hilfe aussehen könnte. Zudem werden Führungsperspektiven für Organisationen thematisiert, die gemeinschaftliche, beziehungsorientierte Arbeitsweisen fördern. Wir betreten damit Neuland und erkunden zusammen, wie wir Konzept der Sozialraumorientierung weiterentwickeln können für Beziehungen, Berührung, Resonanz und sozialen Zusammenhalt.

Die Fortbildung ist auch Bestandteil der Starken Teams.

Das Grundlagentraining „Starke Teams“ bildet die Grundlage für die pädagogische Arbeit unserer Trägergruppe und ist daher für alle pädagogischen Mitarbeiter*innen im ambulanten und stationären Bereich verpflichtend.

Modul 1: Grundlagen Sozialraumorientierung:

  • (Gruppe 1: 11. Februar 2026 / Gruppe 2: 8. Juli 2026)

Modul 2: Der Wille im Fachkonzept Sozialraumorientierung:

  • (Gruppe 1: 12/13. Februar 2026 / Gruppe 2: 9/10. Juli 2026)

Modul 3: Das Konzept der Neue Autorität:

  • (Gruppe 1: 15. April 2026 / Gruppe 2: 23. September 2026)

Wann?

16. – 17. April 2026 (Gruppe 1)
9 – 16 Uhr

Wo?

Startklar Soziale Arbeit
Ludwig-Zeller-Straße 12
83395 Freilassing

Referent

Prof. Dr. Frank Früchtel

  • Sozialarbeiter und Soziologe
  • Dekan des Fachbereichs Sozial- und Bildungswissenschaften der Fachhochschule Potsdam

Teilnehmer*innen:

max. 20 Personen

Beitrag:

  • 280 €
  • Für Mitarbeiter*innen der Startklar-Gruppe frei

Anmeldung

Ein Mann lächelt herzlich und blickt direkt in die Kamera.

Bashiir Kader ●●●

Anmeldung per Mail an: