Fortbildungen 2026
Macht und Machtmissbrauch in der Sozialen Arbeit
Aus der NS-Geschichte lernen
16. Juni 2026 | 10 – 16 Uhr
Inhalt:
Macht spielt in der Sozialen Arbeit eine zentrale, oft unausgesprochene Rolle – in Beziehungen zu Klient*innen ebenso wie im Team oder im Umgang mit Institutionen. Diese Fortbildung lädt dazu ein, sich mit der eigenen professionellen Verantwortung und dem bewussten Umgang mit Macht auseinanderzusetzen.
Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie können wir Macht in unserem beruflichen Handeln konstruktiv und respektvoll einsetzen – und wie vermeiden wir, dass sie zu Ungleichheit oder Ohnmacht führt?
(c) Melanie Diehm
Ein zentraler Bestandteil der Fortbildung ist die historische Auseinandersetzung mit Machtmissbrauch in der Sozialen Arbeit während des Nationalsozialismus. Anhand von Fallbeispielen aus der Fürsorge- und Heimerziehung wird sichtbar, welche fatalen Folgen der Missbrauch von Macht für betroffene Menschen hatte. Diese Beschäftigung mit der Vergangenheit schafft Raum für die Frage, welche Bedeutung diese Geschichte für unser heutiges berufliches Handeln hat – und wie wir sicherstellen können, dass Macht im sozialen Kontext verantwortungsvoll gestaltet wird.
Die Auseinandersetzung findet an einem besonderen Lernort statt: der Dokumentation Obersalzberg. Der Besuch dieses historischen Ortes bietet die Möglichkeit, sich mit Strukturen und Dynamiken von Machtmissbrauch auseinanderzusetzen und daraus Impulse für die eigene professionelle Haltung und Praxis zu gewinnen.
Wann?
16. Juni 2026
10 – 16 Uhr
Wo?
Salzbergstr. 41
83471 Berchtesgaden
Referentin
Dr. Nadine Tauchner
- Historikerin, Bildungsreferentin
- Institut für Zeitgeschichte München-Berlin
- Dokumentation Obersalzberg
Teilnehmer*innen:
max. 20 Personen
Beitrag:
- Für Mitarbeiter*innen der Startklar-Gruppe frei