Bündnistreffen Jugend in Arbeit

Vertreter besprechen aktuelle Herausforderungen des Sozialraums

Das Bündnis Jugend in Arbeit bringt als Grundidee Vertreter*innen der Wirtschaftsbetriebe aus der Region BGL mit Vertreter*innen der Jugendarbeit/ Schulen zusammen. Ziel ist es Jugendliche in Ausbildungen zu vermitteln und sozialen Hürden abzubauen, sowie auf gesellschaftliche Herausforderungen zu reagieren, um den Jugendlichen einen bestmöglichen Start ins Berufsleben zu ermöglichen. Denn die Integration in den Arbeitsmarkt ist ein wichtiger Entwicklungsschritt für die jungen Erwachsenen, welcher oftmals passgenauer Unterstützung bedarf.

Um aktuelle Aufgaben zu besprechen und gemeinsame Ideen zu entwickeln lud der Bündnissprecher und Geschäftsführer von Startklar Oberbayern Silvio Gödickmeier die Steuerungsgruppe bestehend aus Mitarbeitenden von Startklar Oberbayern, der Max Aicher Stiftung, der Stadt Freilassing, der Caritas BGL, der Schulen und des Jobcenters in die Geschäftsstelle des Trägers ein.

Ein großes Thema war die anstehende Europawahl am 9. Juni, bei welcher erstmals Jugendliche ab 16 Jahren wählen dürfen. Leider zeigt die Erfahrung aus Schule/JaS und Jugendarbeit, dass immer mehr Jugendliche rechtsextremem und islamsitischem Gedankengut folgen. Auch die Anzahl der AFD Anhänger unter den Jugendlichen der MS Freilassing hat sich laut Rektor Schneider erhöht. Hier gilt es aufzuklären und Alternativen anzubieten, um Radikalisierung zu verhindern. Umso wichtiger ist die Jugendsozialarbeit an der Schule, welche erfreulicherweise ab nächstem Schuljahr mit einer längst überfälligen Aufstockung um 20 Stunden nun noch mehr auf die Sorgen der Jugendlichen eingehen kann. Leider bleibt weiterhin die sogenannte 10% Regel bestehen, wonach Startklar Oberbayern als Träger der JaS eine Eigenanteil von 10% an den Kosten tragen muss.

Weitere wichtige Themen des Treffens waren anstehende Fachtage, wie zum Thema Rechtsextremismus am 19.7.24 durch das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Freilassing und zum Thema Perspektive Schulbegleitung-Wie Inklusion nachhaltig an Schulen gelingen kann am 20.11.24 durch Startklar Oberbayern an der Mittelschule Freilassing. Außerdem ist die Eröffnung der LGBTQ+ Beratungsstelle der Caritas eine große Bereicherung für das Beratungsangebot im Landkreis. Weiterhin gibt es einen hohen Bedarf an Integrationskursen, um Menschen fit für den regionalen Berufsmarkt zu machen. Herausforderungen liegen hierbei einerseits in der Raumnot, aber auch bei fehlenden personellen Ressourcen.

In großer Runde trifft sich das Arbeitsbündnis das nächste Mal zur Jahreshauptversammlung am 23.9.24. Hierbei gibt es neben 2 Impulsvorträgen wieder ausreichend Zeit für den Austausch und die Vernetzung der Mitglieder des Sozialraums.

Catherine Lenz, Startklar Oberbayern

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